Mineralwasser ist in den letzten Jahrzehnten immer beliebter geworden. Durchschnittlich trinkt jeder Bundesbürger jährlich nahezu 150 l Mineralwasser. Hinzu kommen pro Kopf im Durchschnitt über 40 l Erfrischungsgetränke mit Mineralbrunnenwässern. Die etwa 500 unterschiedlichen Mineralwassersorten in Deutschland zeichnen sich durch ihre Verschiedenheit im Geschmack und in der Zusammensetzung der Mineralstoffe aus. Ein besonders spannender Mineralstoff ist dabei Magnesium.

Magnesium wird täglich gebraucht

Bei den Mineralstoffen wird zwischen Spuren- und Mengenelementen unterschieden. Magnesium gehört zu den Mengenelementen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für männliche Jugendliche und Männer die folgende tägliche Zufuhrmenge:

15 bis 24 Jahre: 400 mg/Tag
25 bis 64 Jahre: 350 mg/Tag
ab 65 Jahre: 350 mg/Tag

Für weibliche Jugendliche und Frauen sehen die Tageszufuhrempfehlungen der DGE für Magnesium folgendermaßen aus:

15 bis 18 Jahre: 350 mg/Tag
19 bis 24 Jahre: 310 mg/Tag
25 bis 64 Jahre: 300 mg/Tag
ab 65 Jahre: 300 mg/Tag

Für schwangere und stillende Frauen gelten extra Empfehlungen in der Zufuhr für Magnesium von Seiten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung:

Schwangere bis 18 Jahre: 350 mg/Tag
Schwangere ab 19 Jahre: 310 mg/Tag
Stillende Frauen: 390 mg/Tag

Wofür benötigt der Körper Magnesium?

Magnesium ist an einer Vielzahl von Stoffwechselprozessen und an der Immunabwehr im Körper beteiligt. Vor allem der Eiweiß- und Energiestoffwechsel ist auf diesen Mineralstoff angewiesen. Somit sind alle Zellen betroffen. Jegliche Muskelaktionen können nur mit Hilfe von Magnesium ausgeführt werden. Zudem ist Magnesium selbst Bestandteil von Muskeln und Knochen. Daher ist das Mengenelement auch für Sportler so wichtig. Krämpfe in den Waden und Füßen können gezielt auf einen Mangel an Magnesium hinweisen. Für die Gesundheit ist es somit wichtig, dem Körper regelmäßig Magnesium zuzuführen.

Die besten Magnesium-Quellen

Vor allem pflanzliche Lebensmittel, wie Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Kakao, Nüsse, Kerne, Samen, Gemüse und Obst sind gesunde Magnesiumquellen für den Körper. Einen Spitzenwert von 480 mg pro 100 g erreicht dabei WeizenkleieSonnenblumenkerne liefern 420 mg pro 100 g des Mineralstoffes. Chiasamen liegen bei 335 mg pro 100 g. Allerdings liegt bei Chiasamen, als sogenanntes Novelfood, die Verzehrempfehlung bei maximal 15 g pro Tag in Europa. Neben Veganern und Vegetariern können sich auch Naschkatzen freuen, Zartbitterschokolade mit 70 % Kakaogehalt liefert 230 mg pro 100 g. Allerdings sollten Sie es sich gut überlegen, ob Sie wirklich den Magnesiumbedarf täglich ausschließlich über Zartbitterschokolade decken möchten.

Mineralwasser trinken für den Magnesiumhaushalt

Neben Lebensmitteln kann auch Mineralwasser – vor allem mit einem Gehalt von über 100 mg pro Liter Magnesium – einen guten Beitrag zur Magnesiumversorgung leisten. Der Mineralstoff wird aus den Gesteinsschichten herausgewaschen. So gelangt er ganz natürlich in die Mineralwasserquellen. Bei einem natürlichen Mineralwasser dürfen keine Mineralstoffe nachträglich zugesetzt werden. Daher schwanken die Magnesiumgehalte von Quelle zu Quelle. Im Wasser liegt der Mineralstoff in gelöster Form als Magnesiumkation vor. Gelöst im Wasser kann der Mineralstoff problemlos, schnell und direkt nach dem Trinken vom Körper aufgenommen werden.

Ein Magnesium-Tipp für alle, die gerne Leitungswasser trinken: Wer auf das Schleppen von Wasserflaschen oder Wasserkisten verzichten möchte, kann sich auch einen speziellen Wasserfilter zur Magnesiummineralisierung von Leitungswasser anschaffen. In Deutschland gibt es ein paar wenige Hersteller, die einzelne Filtereinsätze für Mineralstoffe oder einen kompletten Filterkrug anbieten.