Eine Blasenfunktionsstörung ist eine von der Norm abweichende Störung der Urinspeicherung und der Entleerung der Harnblase.

Hierbei werden zwei Gruppen unterschieden:

Blasenentleerungsstörungen – die Harnblase entleert sich nicht vollständig, es verbleibt zu viel Restharn in ihr, so dass viele Patienten mit dieser Problematik sich katheterisieren oder einen Dauerkatheter tragen müssen. Hieraus resultiert oft eine Restharnbildung, die von vielen Patienten erst bei sehr großen Volumina bemerkt wird. Eine andauernde Überdehnung der Harnblase kann zu deren dauerhaften Schädigung sowie zu einer Schädigung der Nieren führen.

Überaktive Blase – Patienten gehen zu häufig am Tag zur Toilette, regelmäßig mehr als acht mal pro Tag trotz normaler Trinkmenge. Die abgesetzten Urinportionen sind entsprechend klein, die Patienten verspüren häufig einen permanenten Drang, auf die Toilette zu gehen. Aus einem solchen Harndrang kann sich eine Dranginkontinenz entwickeln, wenn der Patient nicht in der Lage ist, dem Drang bis zum Erreichen der Toilette zu widerstehen.

Aus beiden Formen kann sich eine gemischte Blasenentleerungsstörung entwickeln.