BPA, genauer „4,4′-(1-methylethylidene)bis(phenol)“, ist im Handel als weißes Pulver mit einem Schmelzpunkt von 158°C bis 159°C erhältlich. Es ist brennbar und schlecht wasserlöslich (0,12g/L), reizt die Atemwege und führt bei Kontakt mit den Augen zu gravierenden Schäden. Bisphenol A ist schädlich für Wasserorganismen (Wassergefährdungsklasse 2). Ein beabsichtigter Kontakt mit Menschen ist verboten. Die Industriechemikalie wird vor allem als Ausgangssubstanz für die Herstellung von Polycarbonat-Kunststoffen und Kunstharzen verwendet. Diese werden unter anderem für Behälter und Flaschen für Lebensmittel und Getränke verwendet wird. Auch für die Herstellung von Innenbeschichtungen von Getränke- und Konservendosen wird Bisphenol A eingesetzt.

In die Kritik geriet BPA als hormoneller Schadstoff, in diesem Fall [endokriner] [Disruptor], der schon in geringen Mengen in den Hormonhaushalt eingreift. Seit dem 01. März 2011 ist die Verwendung von BPA in Babyfläschchen innerhalb Europas verboten. Mitte 2016 wurde Bisphenol A als reproduktionstoxisch (Kategorie 1B nach der CLP-Verordnung) eingestuft, was dazu führte, dass BPA Anfang 2017 als besonders besorgniserregende Substanz (SVHC) nach der REACH-Verordnung identifiziert wurde.